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FRI Newsletter 2017#3 - Editorial

Liebe Leser*innen

In den letzten Wochen erlebten wir ein erneutes Aufbäumen jener Kräfte, die feministische Wissenschaft und Gender Studies verunglimpfen. Der Vorwurf ist altbekannt und als Angriff auf wissenschaftliches Agieren äusserst wirksam. Es wird behauptet, dass feministischen Forscher*innen und Wissenschaftler*innen, die sich mit Geschlechterverhältnissen auseinandersetzen, vor lauter ideologischer Verblendung – im besten Fall – die nötige Distanz zum Forschungsgegenstand fehle oder dass sie – im schlechteren Fall – Wissenschaft überhaupt nur zur Durchsetzung ihrer politischen Agenda betreiben. Leitmotiv dieser Diffamierungsstrategie ist die Unterminierung, indem diesen Forscher*innen akademische Praxis generell aberkannt wird. Kürzlich entschloss sich nun auch die «Emma», in den Chor der Verleumdung miteinzustimmen und stellte fest, dass die Gender Studies «das persönliche Leiden an der Welt […] zum wissenschaftlichen Thema verklär[en]».

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