Ziele

Ziele

FRI Schweizerisches Institut für feministische Rechtswissenschaft und Gender Law

Das FRI Institut fördert die feministische Rechtswissenschaft und Gender Law und ist eine unabhängige Organisation. Das FRI sucht die Vernetzung mit Fachleuten aus Forschung und Praxis, in der Schweiz und international und die Kooperation mit den an den Universitäten etablierten Geschlechterstudien.

Das FRI Institut ist ein Ort des Diskurses, der sowohl auf einer rechtspraktischen wie einer theoretischen Ebene geführt wird (Theorie und Praxis im Dialog), und behandelt die Geschlechterfrage als Querschnittsthema, das alle Rechtsbereiche betrifft. Visionen sind eine geschlechtergerechtere Welt, die Freiheit der Lebensgestaltung ohne einengende, auf die geschlechtliche und sexuelle Identität bezogene Normen, und der Abbau von Herrschaft und Hierarchien.

Das FRI Institut ist gesamtschweizerisch tätig und hat damit auch regionale Unterschiede im Blick. Es will ein Ort sein, an dem Grundlagen für die Rechtsanwendung, für die Gesetzgebung und für die Gleichstellungspraxis entwickelt und vermittelt werden.

Das FRI Institut geht auf die Initiative von feministischen Juristinnen in den 1990er Jahren zurück (Geschichte der FRI-Idee).

Vernetzungen

Das FRI Institut ermöglicht nicht nur die Vernetzung von an Geschlechterfragen im Recht interessierten Forschenden und Fachleuten aus Rechtsanwendung, Politik und Gleichstellungspraxis, sondern ist auch mit zahlreichen Organisationen mit ähnlichen Zielrichtungen im In- und Ausland verbunden. Die Vernetzung eröffnet die Möglichkeit, Erkenntnisse zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Dank internationaler Verknüpfungen werden einerseits internationale Trends erkannt und andererseits kann von bereits gemachten Erfahrungen profitiert werden.

Gesamtschweizerischer Wirkungsbereich

Das FRI arbeitet gesamtschweizerisch auf der Grundlage sowohl der lateinischen wie der deutschschweizerischen Rechtstradition.

Obwohl viele Rechtsgebiete schweizweit einheitlich durch Gesetze geregelt sind, gibt es regionale und kulturelle Unterschiede in Rechtstradi­tion und Rechtsanwendung. Diese kulturellen Unterschiede sollen wahrgenommen und erforscht werden, nicht zuletzt, weil auch die Vorstellungen über die Geschlechterverhältnisse historisch und geografisch nicht immer einheitlich sind.

Einbettung in die transdisziplinären Gender Studies

Das FRI Institut steht im engen Kontakt mit schweizerischen und ausländischen Universitäten, wo sich die Frauen- und Geschlechterforschung in den letzten Jahren institutionell etablieren konnte. Besonders eng ist die Kooperation mit den rechtlichen Geschlechterstudien oder Legal Gender Studies, die an vielen schweizerischen und ausländischen Rechtsfakultäten in Lehre und Forschung betrieben werden. Die Legal Gender Studies sind heute ein breites Fachgebiet, das neben der feministischen Rechtswissenschaft auch die rechtliche Geschlechterforschung, die Queer Studies und die (kritische) Männerforschung umfasst. Das FRI Institut nimmt an der Entwicklung teil und geht vielfältige Kooperationen mit universitären Institutionen ein, sei es im Rahmen von Forschungsprojekten, Veranstaltungen und Konferenzen oder Publikationen.